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#2 Old Biscuit Mill
Sie kamen vor über 200 Jahren. Und blieben. Über 89.000 Massai leben derzeit mit ihren riesigen Tierherden am Rande des Ngorongoro Kraters in der Ngoronoro Conservation Area im Norden Tansanias. Auf 2.300 Metern Höhe streifen sie mit ihren Rindern, Ziegen, Schafen und Eseln durch das malerische Hochland. Ihre überlieferte Lebensweise erlaubt es ihnen, in Harmonie mit der Tier- und der Umwelt zu leben. Während des Regens ziehen die Massai durch die offenen, scheinbar endlosen Weiten des Savannenhochlands; in der Trockenzeit hingegen suchen sie die Wasserreservoirs in den angrenzenden Wäldern und Berghängen auf. Manchmal tauchen ihre schlanken Silhouetten, die sie in bunte, traditionelle Shukas (Tücher) hüllen auch im Krater selbst auf. Denn zum Wasser- und Weidegang dürfen sie ihre Tiere in das weltberühmte Naturwunder, das zugleich UNESCO Weltnatur- und Weltkulturerbe ist, treiben. Dort leben oder kultivieren dürfen die Massai jedoch nicht mehr. Sie sind Teil des Plateaus – und hüllen das Land mit ihrer stillen Magie, ihrem altüberliefertem Wissen, ihren typischen Dörfern und ihrer natürlichen Schönheit ein.