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Dass man in Südafrika (fast immer) äußerst höflich und zuvorkommend im Restaurant bedient wird, weiß jeder, der dieses wunderschöne Land schon einmal besucht und bereist hat. Doch ich erinnere mich allzu gerne an ein tolles tolles Erlebnis in Kapstadt zurück, das wir 2012 hatten. Unsere Unterkunft war im Waterkant Village, die ich ebenfalls sehr empefhlen kann.

In der Nähe besuchten wir ein kleines Restaurant „Petite Tarte“  – und begegneten dabei einem Kellner, der auch in dieser so freundlichen Welt in Südafrika auffallend positiv und herzlich war. Nach einigen Besuchen erzählte er uns, dass er aus Simbabwe kommt und unbedingt einen festen Job braucht, um den Aufenthaltsstatus nicht zu verlieren. Auf die Frage nach seinem Namen lachte er und meinte, den können wir Europäer eh nicht aussprechen, daher einigten wir uns auf Bruce – und das ist bis heute so geblieben 🙂

Jedes Mal, wenn wir seit dem in Kapstadt waren, statteten wir Bruce einen Besuch ab. Er freute sich genauso über unsere Wiedersehen, wie wir. Irgendwann hatte er dann einen zusätzlichen Job in einem Gift Shop, direkt neben dem Restaurant. Tagsüber arbeitete er im Shop, abends im Restaurant mit der gewohnt guten Laune, die einfach ansteckend ist. Wir trafen ihn mal hier mal dort. Doch bei unserem Besuch in 2018 gab es eine riesige Baustelle. Das Restaurant war geschlossen und der Gift Shop existierte ebenfalls nicht mehr.

Von Bruce hatten wir keine Kontaktdaten, er war einfach weg. Dann kam der Dezember 2019. Wir schlenderten durch das Cape Quarter und entdeckten einen Shop, der uns von der Dekoration bekannt vorkam: Baraka Gifts & Decor.  Wir betraten das Geschäft – und wer empfängt uns lachend und mit herzlicher Umarmung: Bruce!

Zuerst wurden Kontaktdaten ausgetauscht, Handynummer, Instagram etc. und dann erzählte er uns, dass er sich eine portable Expressobar zugelegt hat, mit der er am Wochenende im De Waal Park Kaffee und leckere Kleinigkeiten serviert. Das Geld dafür hat er jahrelang gespart. Mir unbegreiflich wie er das geschafft hat – der Typ ist einfach klasse.

Im März kam dann der Lockdown, alles geschlossen in Südafrika. Für ihn bedeutet das, dass er seit acht Wochen kein Einkommen hat, Stand Mai. Und trotzdem strahlt er immer diese positive Stimmung aus, toll. Und was macht er in dieser Zeit? Er gibt Jugendlichen Tipps für eine Ausbildung zum Barista, damit sie eine Chance auf einen Job haben. Ein unglaublicher Mensch – Hut ab.

Wenn irgendwann wieder Reisen nach Kapstadt möglich sind, besucht ihn in der Woche im Shop oder am Wochenende im De Waal Park. Er wird euch herzlich und freundlich empfangen – und sind es nicht Begegnungen, wie diese und diese wundervollen Menschen, die uns immer wieder auf Reisen nach Südafrika locken?!

Galerie-Photos: Alf Kühne

Unsere Travel Heroes:

Eine Begegnung der Besonderen Art

Persönlilch besucht von:

Alf Kühne

Foto Credits:

Alf Kühne, Jelena Moro (Titel)

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