Durch das Nichts ins Paradies

16.03.2019 – Namibias Vielfalt spiegelt sich nicht nur in der Landschaft und der Tierwelt wieder. Auch jede Lodge ist für sich einzigartig.

Von Swakopmund zum Grootberg

Ganz besonders beeindruckt hier die Grootberg Lodge, die – wie der Name schon sagt – auf der Spitze des Grootbergs liegt.
Selbst für afrikanische Verhältnisse ist die Anfahrt nicht ganz leicht. Von Swakopmund kommend bietet sich eine Fahrt durch die Skeleton Coast an. Hier kann gleich Cape Cross, die wohl größte Robbenkolonie Afrikas, besucht und bestaunt werden. Alternativ liegt auch der Brandberg mit seinen Jahrtausende alten Höhlenmalereien auf dem Weg, die sogar zum UNESCO Weltkulturerbe gehören.

Die reine Fahrtzeit ab Swakopmund beträgt zwischen sechs und sieben Stunden – je nachdem, wie viele Zwischenstopps man einlegt und wie mutig man die Piste befährt, die vor allem im letzten Abschnitt extrem schlecht ist und kaum Geschwindigkeiten über 50 Stundenkilometern zulässt.
Dafür ist die Tierwelt extrem vielseitig, wenn man die Wüste erst einmal landeinwärts verlassen hat. Mehr Giraffen habe ich nirgendwo in Namibia einfach über die Fahrbahn spazieren sehen und sogar Elefanten waren in der Ferne auszumachen und das in ungewöhnlich großer Zahl.

Sind die letzten Kilometer gemeistert (wer diese Piste gefahren ist, weiß, warum man immer Ersatzreifen dabei haben sollte), erreicht man den Fuß des Grootbergs. Hier bietet die Lodge einen Shuttleservice zur Spitze und damit zur eigentlichen Lodge an.
Natürlich kann man auch selbst hinauffahren, sollte dabei aber definitiv keine Höhenangst haben. Ohne Allradantrieb geht hier gar nichts und so schleicht man recht abenteuerlich den gefühlt gerade fahrzeugbreiten, steinigen Pfad den Berg hinauf immer in der Hoffnung, es möge bloß kein Fahrzeug gerade jetzt die Lodge herunterfahren.
Ist die Spitze erst einmal erreicht, wartet ein einzigartiger Blick über das Tal. Das Highlight hier ist ganz sicher der Infinity-Pool, von dem aus ganz entspannt mit einem kühlen Drink der Sonnenuntergang im Tal bewundert werden kann. Nach der mühseligen Anreise fühlt man sich nun endlich im Paradies angekommen und der Blick ins grün bewachsene Tal verführt zu Vergleichen mit dem Garten Eden. So sehr man selbst den Ausblick bewundert, beäugen den Besucher ununterbrochen die zahllosen Klippschliefer, die sich hier ebenfalls pudelwohl zu fühlen scheinen.
Die Hütten und das Haupthaus sind im typisch afrikanischen Stil gehalten, einfach, aber sauber und selbst ein umfangreiches Wellnessangebot ist vorhanden.

Die Region um den Grootberg ist Löwenland. Deshalb werden alle Gäste nach dem Abendessen zu ihren Hütten eskortiert. Löwen habe ich keine gesehen, dafür hatte es sich aber eine Gruppe Hyänen vor meiner Hütte bequem gemacht und die ganze Nacht „gesungen“.

Wer länger als nur eine Nacht bleiben möchte, kann ein Elefanten-Trekking buchen oder einfach nur die Aussicht genießen und abschalten. Aber auch für eine einzige Nacht lohnt sich diese Lodge, deren Panorama in Namibia unerreicht ist und zu den Orten gehört, die jeder besuchen sollte, der Namibia bereist. Die Aussicht und die vollkommene Stille rechtfertigen den verhältnismäßig hohen Preis.

Galerie-Photos: Arthur Peukert

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Persönlilch besucht von:

Tassilo Leitherer

Foto Credits:

Arthur Peukert

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